Börn Börnsson: “Mein Bürgermeister geht”

Liebe Börnsenerinnen und Börnsener,
eine Ära geht zu Ende. Walter Heisch, seit 26 Jahren unser Bürgermeister, zieht sich aus der aktiven Politik für Börnsen zurück. 26 Jahre, das sind zwei Jahre mehr als doppelt so viel wie Frau Merkel bisher geschafft hat. BBs bester FreundUnd trotzdem hat bisher niemand gesagt, „Heisch muss weg!“ es waren natürlich lange nicht alle immer einig mit ihm. Auch nicht immer seine Genossinnen und Genossen von der SPD. Boshaft, wie ich bin habe früher schon gesagt: „Die SPD braucht mehr als die absolute Mehrheit, weil sie sich die Opposition mitbringt.“ Das hat Walter, ich darf ihn duzen, fast immer mit stoischer Ruhe ertragen. Legendär ist sein Satz: „Ich rede mal mit dem (oder auch der, denen).“ Oft genug ist es ihm gelungen, nicht nur die „eigenen“ Leute hinter sich zu bringen, sondern auch die anderer Parteien. Das erforderte Verhandlungsgeschick und Geduld.
Schade, dass er geht. Natürlich wird er nicht untätig sein:

Er will Psychologie studieren. Er, der sich über viele Jahre in die Bedürfnisse, Gefühle und Interessen anderer hinein versetzen konnte, hat nämlich nicht verstanden, warum Neubürger zu einem großen Teil ausgerechnet die Partei gewählt haben und vielleicht auch wieder wählen, die alle Bebauungspläne nach Kräften bekämpft und dagegen gestänkert hat. Ginge es nach denen, wären unsere Neubürger nie in Börnsen angekommen. Natürlich ist es die Aufgabe der Oppostion, der Mehrheit auf die Finger zu (sc)haun. Aber doch bitte nicht um den Preis der Vernunft. Egon Bahr hat damals, als das mit den Ostverträgen los ging gesagt: „Wenn ein Kommunist sagt, zwei mal zwei ist vier, dann müssen wir den Mut haben zu sagen, ja, das stimmt.“
Nun gut, in einigen Jahren wird Walter ein Examen ablegen und uns wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse präsentieren.
Bis dahin müssen wir hoffen, dass alles gut geht und die besonnenen Kräfte im Dorf sich nicht verleiten lassen zurück zu stänkern. Das haben die nicht verdient.
Dem Neuen wünsche ich viel Glück für die Zukunft.

Einen Schön’n Tach noch.
Euer Börn Börnsson